Schlagwort: Weisskohl

Warenwelt Kohl

Er gehört zu den gesündesten Gemüsen der Welt und ist gerade an kalten Wintertagen eine Gaumenfreude: der Kohl! Von deutschen Tellern ist er dank seiner Vielseitigkeit, des Preis-Leistungs-Verhältnisses und Geschmacks seit jeher nicht mehr wegzudenken. Hier eine kleine Warenkunde zu Weißkohl, Grünkohl, Rosenkohl & Co(hl).

rosenkohl-frontbild

Rotkohl

rotkohlEr ist eine klassische Beilage zu winterlichen Gerichten, schmeckt aber auch roh im Salat: der Rotkohl. 50 Gramm der süßlich-milden Kohlsorte decken 100 Prozent des Tagesbedarfs am blutregulierenden Vitamin K ab. Außerdem ist die violette Kohlsorte reich an Vitamin C, Ballaststoffen, sekundären Pflanzenstoffen, Magnesium, Selen sowie Kalium. Damit seine schöne Farbe und die wertvollen Inhaltsstoffe erhalten bleiben, sollte der Rotkohl möglichst kurz gegart werden. Gerne kann er geschmort oder gedünstet werden.

 

weisskohlWeißkohl

Die beliebteste Kohlsorte in Deutschland ist der Weißkohl, von dessen Verkauf etwa 90 Prozent aus heimischem Anbau stammen. Der kugelrunde hellgrüne Kohl wird zwar schon ab April angebaut, gilt jedoch als Wintergemüse. Bis zu drei Monate kann er frisch geschnitten gelagert werden. Angeschnitten hält er sich bis zu drei Wochen im Kühlschrank. Die in hohem Maße enthaltenen Ballaststoffe machen die Kohlsorte lange sättigend und wirken sich positiv auf die Verdauung aus. Hinzu kommen Vitamin C, Selen, Kalium sowie Magnesium. Damit möglichst viele Inhaltsstoffe erhalten bleiben, sollte der Weißkohl vorzugsweise kurze Zeit, etwa 25 Minuten, gegart werden.

blumenkohlBlumenkohl

Mit seinem milden Geschmack und seiner Vielseitigkeit ist auch der Blumenkohl eine allseits beliebte Kohlsorte in Deutschland. Er macht gekocht, gebraten, gedünstet oder frittiert eine gute Figur. Durch seine feine Zellstruktur ist der Blumenkohl besonders bekömmlich und wird im pürierten Zustand auch von Babys vertragen. Eine kurze Garzeit reicht beim Blumenkohl aus. Bei 3-5 Minuten behalten die Blumenkohlröschen ihren Biss, nach 5-8 Minuten sind sie weich.

 

wirsingkohlWirsingkohl

Galt er früher als Arme-Leute-Essen, steht der Wirsingkohl heute gerne bei Sterneköchen auf der Speisekarte. Die geschmacklich milde Kohlsorte liefert viel Vitamin C, Vitamin B6, Eisen, Magnesium sowie Eiweiß. Vitamin A wirkt sich positiv auf die Sehkraft und die Haut aus. Junger Wirsing braucht eine Garzeit von nur 15 Minuten, die Winterversion etwa 25 Minuten. Leckere Eintöpfe und Kohlrouladen lassen sich unter anderem mit ihm zubereiten.

 

brokkoliBrokkoli

Brokkoli, auch Bröckel-, Spargel-, Winterblumen- oder Sprossenkohl genannt, ist eng verwandt mit dem Blumenkohl. Das mild schmeckende Gemüse regt den Stoffwechsel an, hat einen hohen Gehalt an Vitamin C, Betacarotin, Folsäure, Magnesium, Phosphat und wirkt durch sein Kalium entwässernd und blutdrucksenkend. Ein wenig Wasser und eine kurze Garzeit von 8-10 Minuten reichen für die zarten Röschen aus.

 

 

spitzkohlSpitzkohl

Hier ist der Name Programm: Beim leicht süßlichen Spitzkohl haben sich die Blätter zu einer spitzen Form übereinandergelegt. Die Kohlsorte ist reich an Vitamin C, enthält dafür aber ausgesprochen wenig Fett und Kalorien. Spitzkohl lässt sich hervorragend zubereiten, indem er einfach in Streifen geschnitten und mit Butter und Gemüsebrühe etwa 5-8 Minuten gedünstet wird. Aber auch roh als Salat schmeckt diese besonders bekömmliche Kohlsorte.

rosenkohlRosenkohl

Klein, aber oho: Was den Vitamin-C-Gehalt angeht, übertrifft kein anderer Kohl den Rosenkohl. Mit nur 100 Gramm wird der Tagesbedarf an Vitamin C abgedeckt. Die Kohlsorte kommt ursprünglich aus Brüssel, wo sie auch „Brüsseler Sprossen“ genannt wird. Ansässige Bauern begannen im 16. Jahrhundert damit, Rosenkohl anzupflanzen. Bei der Zubereitung kann etwas Zucker oder Gemüsebrühe zum Kochwasser hinzugefügt werden, um den Kohlgeschmack abzumildern. Auch durch Braten entsteht ein neues, milderes Aroma.

gruenkohlGrünkohl

Er ist einer der Stars in der modernen Küche und ein absolutes Superfood: der Grünkohl. Die krausblättrige, süßlich-herbe Kohlsorte enthält sekundäre Pflanzenstoffe, Antioxidantien, viel Eisen und Proteine und ist sogar als Fleischersatz geeignet. Zudem liefert der Grünkohl wertvolles Vitamin A, B, C und K, Omega-3-Fettsäuren, Magnesium, Folsäure, Kalzium und Kalium. Er schmeckt gekocht, gedünstet, frittiert oder roh.

Rezept: Borschtsch

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Quelle: „Deutschland vegetarisch“ von Stevan Paul und
Katharina Seiser

Borschtsch

600g Rote Beete
2 Zwiebeln
1 TL Kümmelsaat
50g Butter
2 Lorbeerblätter
1,5l Gemüsebrühe
200g Möhren
200g Pastinaken
80g Sellerie
400g Festkochende Kartoffeln
150g Weisskohl
Salz
Schwarzer Pfeffer aus der Mühle
Zucker
1/2 Bund Dill
200g Saure Sahne
2 Gewürzgurken
Spritzer Kräuteressig oder Weissweinessig

1. Rote Bete mit einem Sparschäler schälen und fein würfeln (wer rote Hände vermeiden will, benutzt Küchenhandschuhe). Zwiebeln schälen, fein würfeln und mit der Bete und dem Kümmel in einem Topf in der Butter glasig dünsten. Lorbeer zugeben und mit Brühe auffüllen. Zugedeckt 15 Min. leise köcheln lassen.
2. Möhren und Pastinaken schälen und in Scheiben schneiden. Sellerie und Kartoffeln schälen und würfeln. Weißkohl in Streifen schneiden. Alle Gemüse zur Suppe geben und mit Salz, Pfeffer und Zucker würzen. Offen 25 Min. kochen.
3. Dill fein schneiden und mit saurer Sahne verrühren. Mit Salz und Pfeffer würzen und beiseite stellen.
4. Gurken halbieren und in Scheiben schneiden. Gurkenscheiben mit Gurkenwasser unter den Eintopf rühren. Eintopf mit einem Spritzer Essig fein-säuerlich abschmecken und gegebenenfalls nochmals mit Salz, Pfeffer und Zucker würzen. Eintopf mit Dillsahne servieren.

Tipp:
Weißkohl und Rote Bete sind Gesetz, ansonsten darf rein in den Borschtsch, was Herbst und Winter hergeben: In der Suppe lassen sich vielerlei Gemüse mitkochen und kombinieren, beispielsweise Paprika, Pilze, Petersilienwurzeln, Rosenkohl, Lauch, Wirsing, Kürbis, Tomaten und Bohnen.

Vegetarisches-Rezeptbuch

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Katharina Seiser: „Deutschland vegetarisch“
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