Schlagwort: Slow Food

Willkommen im Schlaraffenland!

Willkommen im Schlaraffenland!

Am Wochenende hat man endlich Zeit, seinen Einkaufskorb ganz in Ruhe mit leckeren Dingen zu befüllen. Wir haben drei ganz besondere Schlemmermärkte ausfindig gemacht, auf denen man von frisch gebackenen Tartes über feinste Pralinen bis hin zu exquisiten Austern alles findet, was das Gourmet-Herz begehrt!

 

Hamburg: MARKTZEIT

Wer auf der Suche nach einem quirligen Nachbarschaftsmarkt ist, der wird in Ottensen fündig: Jeden Samstag verwandelt sich die Altonaer Fabrik in einen kreativen Feinschmecker-Markt mit Live-Musik. 45 Aussteller präsentieren ihre Waren, die fast alle aus eigener, nachhaltiger Herstellung stammen. Beim Anblick von frisch gebackenen Tartes, feinster Schokolade und herzhaft gefüllten Pasties schlägt das Herz jedes Gourmets gleich ein paar Takte schneller! Und auch an nichtessbaren Dingen kann man sich hier erfreuen: Von kreativem Textildesign über Fotokunst hin zu Siebdruck auf Keramik findet man hier schöne Kleinigkeiten, um anderen – oder sich selbst – eine kleine Freude zu bereiten.

Foto: Marktzeit/ Julia Assmann bzw. Inger Diederich

Tipp: Bei einem ausgiebigen Brunch auf der Gallerie die Atmosphäre des Marktes genießen – und sich anschließend gestärkt mit Leckereien für das restliche Wochenende eindecken!

 

München: FrischeParadies

Hier ist der Name Programm: Im FrischeParadies findet man vor allem frische – und exquisite – Lebensmittel. Besucher können sich hier auf feinste Lebensmittel freuen, vor allem auf Fischspezialitäten wie Austern oder Thunfischfilets. Aber auch Fleischfans wird bei zarten Kalbsfilets oder Maishähnchen das Wasser im Munde zusammenlaufen. Wem schon vor Ort der Magen knurrt, der kann im Bistro feine Dinge wie Hummer genießen und Champagner schlürfen. Im FrischeParadies werden außerdem auch Weinverkostungen und Kurse angeboten – zum Beispiel, wie man einen Fisch richtig filetiert. Ihr wohnt nicht in München? Das FrischeParadies gibt es auch noch in anderen deutschen Städten, zum Beispiel in Köln und Frankfurt!

Foto: FrischeParadies

Berlin: Naschmarkt

Naschkatzen, aufgepasst: In Kreuzberg in Berlin gibt es einen Markt, den ihr lieben werdet! Alle drei Monate findet in der Markthalle Neun in Kreuzberg der Naschmarkt statt, der ausschließlich süße Leckereien anbietet. Hier findet man bunte Macarons, feine Kekse, edle Schokoladen und Cupcakes, die fast zu schön zum Vernaschen sind. Die Qualität der Süßwaren steht hier an erster Stelle: Alle angebotenen Naschwaren sind frei von gentechnisch veränderten Rohstoffen und synthetischen Zusatzstoffen. Gemäß der Slow-Food-Idee findet man hier vor allem Anbieter, die bei ihren Zutaten auf Saisonalität, biologischen Anbau und einen fairen Handel achten. Die Erzeugnisse stammen außerdem alle aus eigener, handwerklicher Herstellung. Wenn das nicht überzeugende Argumente sind, um sich die Taschen mit süßen Leckereien zu füllen!

Foto: Berliner Naschmarkt

English food? Yes, please!

English food? Yes, please!

„Langweilig“ und „deftig und heftig“ waren lange die meistgebrauchten Worte, um die englische Küche zu beschreiben. Diese Adjektive gehören zum Glück der Vergangenheit an, denn die englische Küche von heute setzt auf einen Mix aus alten und modernen Einflüssen.

Fotos: Anne Faber

Die englische Küche verbindet man im Allgemeinen eher nicht mit kulinarischen Höhepunkten. Das Nationalgericht Fish & Chips, Black Pudding, Haggis sowie Weißbrot- Sandwiches mit Mayonnaise haben dafür gesorgt, dass man bei englischen Gerichten vor allem an fettig-deftige Gerichte denkt, die nicht jedermanns Geschmack sind. Dabei hat sich in der englischen Küche in den letzten Jahren so einiges getan: Immer mehr Köche experimentieren mit traditionellen englischen Gerichten – und interpretieren diese auf neue Art und Weise. Kreative junge Köche vereinen so Tradition und Moderne und verhelfen der britischen Küche zu einem neuen Gesicht.

„Cuisine anglaise“
Die britische Küche hatte nicht immer einen schlechten Ruf: Im 19. Jahrhundert stand die sogenannte „cuisine anglaise“ für eine besonders exquisite und besondere Kochkunst. Der Grund war folgender: Als größte Kolonialmacht der Geschichte hatte England Zugang zu den exotischsten Zutaten und den außergewöhnlichsten Gewürzen. Mit dem Niedergang des Kolonialreiches war es dann hiermit vorbei: Die Beschaffung der exotischen Zutaten war zu schwierig und teuer geworden.

Multikulti auf dem Teller
Die kulinarischen Einflüsse aus dieser Zeit, vor allem aus China und Indien, sind aber auch heute noch deutlich spürbar. Auch die Einwanderer, die ab 1922 nach England kamen, trugen dazu bei, dass die englische Küche abwechslungsreicher und bunter wurde. So kommt es, dass heutzutage Currys ebenso feste Bestandteile der britischen Küche sind wie der traditionelle Sonntagsbraten. Besonders das bekannte „Chicken tikka masala“ wird als inoffizielles Nationalgericht wahrgenommen. Britische Speisen zeichnen sich seit einer Weile auch durch ungewohnte Kombinationen verschiedener Geschmacksrichtungen aus, wie dies zum Beispiel beim Lammfleisch mit Minzsauce der Fall ist.

TV-Köche
Der Trend, traditionelle britische Gerichte auf moderne Art und Weise umzusetzen, entstand übrigens schon in den 1970ern. Seitdem erfreute sich die „New British Cuisine“ wachsender Beliebtheit. Neben der Neuinterpretation der traditionellen britischen Küche wird vor allem – ähnlich zu der Slow-Food-Bewegung – auf hochwertige Zutaten gesetzt. Verfechter dieser Küche sind so populäre Köche wie Heston Blumenthal oder der noch bekanntere TV-Koch Jamie Oliver.

anne