Schlagwort: Markengeschichten

Unterwegs im Spicy´s Gewürzmuseum

Immer der Nase nach: Wissenswertes über die Kräuter und Gewürze dieser Welt erfahrt ihr im Spicy’s Gewürzmuseum in Hamburg. Was das Museum so besonders macht und was es dort alles zu erleben gibt – wir klären euch auf.

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Seit 1993 schon residiert das Spicy’s Gewürzmuseum in einem über 130 Jahre alten Speicher inmitten Hamburgs historischer Speicherstadt. Hier dreht sich alles nur um Kräuter und Gewürze. Schon beimspicys-pfefferecke Eintritt in die Räumlichkeiten empfängt den Besucher die besondere Atmosphäre aus Düften und Nostalgie. Als Eintrittskarte gibt es ein kleines Pfeffersäckchen.

Für jede Nase etwas dabei

Das Spicy’s versteht sich als Erlebnismuseum für Jung und Alt. Hier gibt spicys-geraetees nicht nur viel zu sehen, sondern auch schnuppern und anfassen ist ausdrücklich erlaubt. Regelmäßig finden Sonderveranstaltungen statt, zum Beispiel Live-Kochshows mit Sterneköchen, Seminare, Abendveranstaltungen oder Sonderausstellungen. Daneben starten vom Gewürzmuseum aus thematische Touren wie die Chili-Pepper-Tour, die Hamburger Kaufmanns-Tour, die Urige Brauhaus-Tour oder die „Körri-Tour“. Auf ihnen lernt man die Hansestadt von ihrer würzigen Seite kennen.

Die ganze Welt der Gewürze

Etwa 50 Gewürze sowie Küchenkräuter gibt es im Spicy’s Gewürzmuseum spicys-gruenderteamzu bestaunen. Außerdem werden hier 900 Exponate aus den letzten Jahrhunderten ausgestellt. Von Chili, Kardamom und Zimt bis hin zu Tonkabohnen und Vanille ist alles vertreten. Der Besucher erfährt nicht nur viel über die historische Entwicklung des jeweiligen Gewürzes, sondern auch über dessen Herstellungsverfahren vom Anbau bis hin zum fertigen Produkt, Einsatzmöglichkeiten sowie Weiterverarbeitung. Das Spicy’s hat sich zum Ziel gesetzt, seine Besucher gründlich aufzuklären. Dadurch wird der Sinn für Küchenkräuter und Gewürze oft erst geweckt, gerade bei den jüngeren Besuchern. Er ist bei Kindern heutzutage, die kaum mehr als Pfeffer und Salz kennen, oft verkümmert. Das macht einen Besuch im Spicy’s Gewürzmuseum nicht nur zum sinnlichen Erlebnis, sondern man lernt hier auch noch richtig was!

Spicy’s Gewürzmuseum GmbH
Am Sandtorkai 34
20457 Hamburg

Mo.-So.: 10:00 – 17:00 Uhr

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Wie Prinz und Rolle zueinander fanden

Manche Marken sind aus unserer Kindheit und aus unserem Alltag nicht wegzudenken. Die knackige Prinzen Rolle mit leckerer Kakaocreme gehört auf jeden Fall dazu! Eine kleine Zeitreise im Leben des Prinzen …

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markengeschichte_edouard-de-beukelaer1870 Kekse für alle

Der belgische Bäcker Edouard de Beukelaer hat eine Vision: Kekse für alle! Er möchte Gebäck so günstig anbieten, dass es sich jeder leisten kann.

 

1914 Prinz & Krone

Das Unternehmen „Edouard de Beukelaer & Co“ bringt erstmals auch zwei runde, ungefüllte Kekse mit den englischen Namen „Prince“ und „Crown“ auf den Markt. Der viereckige Butterkeks, der zunächst ebenfalls ungefüllt war, wird ab 1923 von Hand mit einer Füllung versehen und erhält den Namen „Petit Fourré“.

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 1946 Hurra, es ist ein Doppelkeks!

Der Versuch, den viereckigen Keks maschinell zu füllen, scheitert. Nach dem Zweiten Weltkrieg wiederholt man das Ganze deshalb mit dem runden Keks „Prince“ – mit Erfolg! Der Doppelkeks wird nun mit einer Füllung aus Schokoladen- oder Vanillecreme produziert und auf den Namen „Prince Fourré“ getauft.

 1955 Vergrößertes Prinzenreich

Edouard de Beukelaer II., der Sohn des Firmengründers, erkennt, dass auch die Deutschen Kekse lieben – und baut in Kempen am Niederrhein die „Flämische Keksfabrik E. de Beukelaer“. Hier werden bis heute Prinzenkekse hergestellt.

1964 Namensänderung

Die Bezeichnung „Petit Prince Fourré“ wird eingedeutscht: Von jetzt an trägt der Doppelkeks den Namen, der ihn berühmt macht – Prinzen Rolle. Auch im Fernsehen ist Prinzen Rolle erstmals zu sehen …

1979 Der Prinz steht auf!

Die Prinzen Rolle steht erstmals aufrecht und wird zum Kult-Keks. Ob jung, ob alt – alle lieben den leckeren Doppelkeks!

2005 50. Jubiläum

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Prinzen Rolle wird 50! Ein halbes Jahrhundert wird der Doppelkeks nun schon vernascht. Die Prinzen Rolle ist das beliebteste und erfolgreichste Süßgebäck Deutschlands – kein Wunder bei so einem starken Prinzen!

2010 Der Prinz goes social

Seit 2010 macht der Prinz auch das Netz unsicher, zum Beispiel mit Aktionen wie „Der Keks geht um die Welt“ und der „Crowdsourcing Fanrolle“. Heute ist der Prinz nicht nur auf Facebook, sondern auch auf Twitter, Instagram und YouTube zu finden.

2011 Umstyling

Der Prinz geht mit der Zeit und passt sich optisch an. 2011 erhält die Prinzen Rolle ein neues Design – und einen neuen Prinzen, der bis heute aktuell ist. Dieser ist jung, dynamisch und schmeckt natürlich genauso lecker wie eh und je!

2015 60 Jahre – und noch immer knackig!prinzen-rolle-60-jahret

Das Original feiert 60. Geburtstag mit einer Sonderedition in drei tollen Retro-Designs und einer großen Roadshow durch Deutschland!

 

 

 

2017 Neu im TV

Der Prinz ist wieder im Fernsehen! In drei neuen Werbespots wird schnell klar: Auch in den härtesten Kerlen steckt manchmal ein echter Prinz, der geküsst werden will …

Das Taschentuch

Manche Marken begleiten uns seit unserer Kindheit und sind aus unserem Alltag nicht mehr wegzudenken. Anlass genug, sich einmal näher mit ihnen zu beschäftigen. Heute begeben wir uns auf Zeitreise des bekanntesten Taschentuchs Deutschlands: Tempo.

Tempo-Taschentuch

Ob bei Erkältung, Heuschnupfen oder Liebeskummer: Das Tempo-Taschentuch ist aus unserem Alltag nicht mehr wegzudenken. Oft begleitet es uns schon seit unserer Kindheit und ist ein fester Bestandteil in unseren Handtaschen, Rücksäcken und Jackentaschen. Das Papiertaschentuch hat sich mittlerweile sogar zum Gattungsnamen entwickelt. Denn auch Taschentücher, die nicht von der Marke Tempo stammen, werden umgangssprachlich als „Tempo“ bezeichnet. Aber wie hat es das Taschentuch eigentlich geschafft, die Stofftaschentücher zu verdrängen? Und wie kam es zur Namensgebung? Ein kleiner Überblick über die wichtigsten Stationen des ersten deutschen Papiertaschentuchs:

1929 Der Startschuss
Tempo wird als erstes Papiertaschentuch Deutschlands beim Kaiserlichen Patentamt in Berlin eingetragen. Seinen Namen verdankt das Papiertaschentuch dem Zeitgeist der 20er-Jahre: Bis zur Weltwirtschaftskrise schien alles möglich, das gesellschaftliche Leben pulsierte – es besaß eben einfach Tempo.

1930 Bye-bye, Stofftaschentuch
Das erste Papiertaschentuch Deutschlands setzt sich schnell gegen das Stofftaschentuch durch. Besonders bei den Hausfrauen ist es beliebt, da es Wasch- und Bügelarbeit spart und hygienischer ist. Innerhalb des ersten Jahrzehnts steigt die Produktion um das Zehnfache an: Ende der 30er-Jahre verlassen jährlich 400 Millionen Tempo-Taschentücher die Produktionsstätten in Heroldsberg und Forchheim bei Nürnberg.

1950 Die mit dem Knick
Das verbesserte Verpackungsdesign und die praktische Knickpackung steigern die Beliebtheit des Tempo-Taschentuchs weiter. Auch der Tempo-Schriftzug wird überarbeitet – er ist bis heute fast unverändert. Mehr als eine Milliarde Tempo-Taschentücher werden 1955 produziert!

TempoTaschentuch

1960 Mit einer Hand
1962 überschreitet die Tempo-Taschentuch-Produktion die 4-Milliarden-Grenze. Der 1963 zum Patent angemeldete „Tempo-Griff“ macht es möglich, das Tuch auch mit nur einer Hand zu entfalten. Das klassische Tempo-Taschentuch gibt es ab jetzt auch im Sechserpack.

1970 Auf die Faltung kommt es an
1975 wird die Z-Faltung eingeführt, durch die sich das Taschentuch im Handumdrehen entfaltet.1977 werden bereits zehn Milliarden Tempo-Taschentücher an sieben Produktionsstätten produziert. Tempo ist nun in 40 Ländern erhältlich.

1980 Weich, weicher, Tempo
In der neuen Produktionsstätte in Neuss werden täglich mehr als acht Millionen Zehnerpacks Tempo produziert. 1988 kommt ein noch weicheres Tempo-Taschentuch in einer wiederverschließbaren Verpackung auf den Markt.

2002 Es wird farbig
Tempo druckt zum ersten Mal farbige Designs und lustige Motive auf die Taschentücher.

2007 Familienzuwachs
Seit 2007 gehört die Weltmarke Tempo zu SCA Tissue Europe, dem führenden Anbieter von Zellulose- und Papierprodukten in Europa. Der Geschäftsbereich mit Hauptsitz in München ist Teil der schwedischen SCA-Gruppe.

2015
Tempo ist noch immer ein zuverlässiger Begleiter bei persönlichen Momenten, Erkältungen oder Allergien – und das seit 86 Jahren!