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LECKER ENGLISCH

Banana bread, oatmeal oder cheesecake: Die englische Sprache hat schon längst auf food blogs, Restaurants und Cafes die Oberhand gewonnen. Wieso das so ist und wie viele Anglizismen sich schon in unsere Küche eingeschlichen haben, erfahrt ihr hier!

haverbrei
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Wer sich heute durch eine Speisekarte liest und nicht gut Englisch kann, der ist zugegeben ziemlich aufgeschmissen: Von Oatmeal zum Frühstück über Sweet Potatoe Fries hin zu Carrot Cheesecake findet man mittlerweile immer häufiger die englische Version auf der Speisekarte. Auf Food-Blogs ist dies ebenfalls schon lange zu beobachten. Und zugegeben, Kale klingt einfach viel interessanter und moderner als das deutsche Wort Grünkohl. So ist auf Blogs nur von Kale Chips statt Grünkohl-Chips die Rede, und im Smoothie taucht ebenfalls Kale als Zutat statt des deutschen Begriffes auf.
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English breakfast
Bereits der Morgen startet bei den meisten von uns mit Anglizismen: Zum Frühstück gibt es Granola statt Knuspermüsli und Pancakes statt Pfannkuchen. Und auch beim Frühstück im Restaurant bestellt man sich auf einmal Oatmeal mit Früchten und Nüssen, während man diese Speise unter ihrem deutschen Namen – Haferbrei – wahrscheinlich eher nicht ausgewählt hätte. Und auf dem Weg ins Büro darf der Coffee to go oder der Iced Coffee natürlich nicht fehlen.

Tasty sweets
Am deutlichsten merkt man die Anglizismen wohl aber, wenn es um Süßigkeiten, Kuchen und andere Naschereien geht: Schokoladenstücken heißen heute Chocolate Chunks, Käsekuchen findet man als Cheesecake auf der Speisekarte, und bei Pumpkin Pie, Banana Bread oder Crumble muss man sogar richtig überlegen, wie die Leckereien eigentlich auf Deutsch heißen. Aber egal ob Kürbiskuchen oder Pumpkin Pie: Die Hauptsache ist, dass es schmeckt – egal unter welchem Namen!

Hilfe, es gibt Essen!

Hilfe, es gibt Essen!Schuessel_Fragezeichen

Die Versuchung lauert auf einem geblümten Teller. Doch der Spinat von gestern ist heute gefährlich! Oder nicht? Nach 18 Uhr zu dinieren macht übrigens dick. Richtig? Diese und andere Fakten zwischen Phantasie und Wissenschaft gehören in die Kategorie der Ernährungsmythen. Wir haken nach!

Mythos

Einer geht noch!
Oh weh, diese Entzauberung wird vielen Genusstrinkern nicht gefallen. Alkohol bei bzw. nach dem Essen lockert zwar kurzfristig die Magenmuskulatur und lindert dadurch das unangenehme Völlegefühl. Die Verdauung wird dabei aber nicht angekurbelt – im Gegenteil! Tipp: Am schnellsten verdaut, wer beim Essen ganz auf Alkohol verzichtet.

Schoki macht glücklich!
Jein. Für einen echten Glückskick reicht die Menge der Happy-Hippo- Substanzen leider nicht aus. Als Gute-Laune-Kick kann Schoki trotzdem herhalten – allein der Geschmack und das Gefühl im Mund erzeugen messbares Wohlbefinden. Das macht Sinn: Auf Reize, die immer mit positiven Gefühlen assoziiert werden, reagiert das Belohnungssystem im Gehirn.

Bohnen immer kochen?
Den Inhaltsstoff „Phasin“ muss man nicht kennen, wichtig ist jedoch zu wissen: Rohe Bohnen sind dank Phasins Wirkung wirklich giftig. Für Kinder können schon fünf ungekochte Bohnen tödlich sein. Nach dem Kochen ist die Gefahr gebannt und dank Magnesium, Eisen, Zink und Kalium gibt es Bohnen-Power. Tipp: Frische Exemplare erkennt man daran, dass sich beim Auseinanderbrechen der Bohnen um die Bruchstelle Wassertropfen bilden.

Espresso mit Schluck?
Ein Gläschen Wasser zum Espresso gehört in vielen Cafés zum guten Ton. Tatsächlich ist dieser Brauch aber nicht mehr als eine nette Geste – die entwässernde Wirkung von Kaffee gilt mittlerweile als widerlegt. Kleiner Haken: Die Kaffeesucht, auch „Coffeinismus“ genannt, ist weiterhin im Rennen.

Margarine statt Butter?
Butter landet als Hüftgold direkt dort, wo niemand sie haben will und Margarine hält uns fit und schlank? Weit gefehlt! In diesem Fall ist die Margarine-Werbung überzeugender als die Realität. Denn tatsächlich enthalten beide Streichfette die gleiche Menge Kalorien bzw. Fett. Heißt für uns: Ob gute alte Butter oder pflanzliche Margarine – ein bis zwei Esslöffel pro Tag sind genug.

Literweise Wasser trinken!
Es rauscht wie ein Mantra durch unser Leben: Immer viel trinken! Dieser Appell kommt tatsächlich nicht von ungefähr. Experten empfehlen Erwachsenen täglich mindestens 1,5 Liter Wasser in Form von Getränken aufzunehmen. Ob Saftschorle, Tee oder Kaffee spielt keine Rolle. Kommt noch ein Liter Flüssigkeit über die Nahrung dazu, sprudelt die Energie. Tipp: Immer schon trinken, bevor der Durst kommt, sonst fehlt bereits zu viel Flüssigkeit.

Kein Snack nach 18 Uhr!
Die gute Nachricht: Unser Körper kann die Uhr nicht lesen. Die schlechte: Wer kurz vor dem Schlafengehen bei Kohlenhydraten kräftig zulangt, darf sich nicht über einen kneifenden Gürtel wundern. Forscher bestätigen: Früh zu essen entlastet den Magen und unterstützt die natürliche Fettverbrennung während der Nacht. Na dann gute Nacht.

Giftiger Spinat?
Tatsächlich: Gekochter Spinat kann giftig werden, wenn er nicht gekühlt gelagert wird. Und noch etwas ist hier nicht im grünen Bereich: Der hoch gelobte Eisengehalt ist – anders als die toxische Wirkung – eine echte Legende. Schuld soll ein Lebensmittelchemiker sein, der um 1890 eine Kommastelle vertauschte. Generationen von Kindern nehmen es ihm bis heute übel.

Zitronen gegen Schnupfen?
Fast ein bisschen schade, aber die spritzige heiße Zitrone, die bei Erkältungen dank einer Extraportion Vitamin C unsere Reserven auffüllen und die Abwehr stärken soll, bleibt folgenlos. Überschüssiges Vitamin C scheidet der Körper direkt wieder aus. Der oft ignorierte Geheimtipp bei Erkältungen: Ruhe, Ruhe und noch mal Ruhe.