Nicht ohne meinen Kürbis

Nicht ohne meinen Kürbis

Herbstzeit ist Kürbiszeit. Auf der Speisekarte können wir uns wieder über leckere Kürbissuppe freuen, und als Ofengemüse wärmt der orangene Verwandte der Melone nicht nur die Küche, sondern sorgt auch im Magen für ein wohlig-warmes Gefühl. Wir verraten euch, wie man Kürbisse am besten schneidet und wo sie sich am wohlsten fühlen.

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Würziger Beistand

Kürbisse sind lecker – pur schmecken manche Sorten aber eher fad. Was sie daher brauchen, sind würzige Begleiter, die ihr Aroma hervorlocken oder ihnen welches verleihen. Eine gute Brühe, Öl oder Butter sowie Salz und Pfeffer sind da manchmal schon ausreichend. Ansonsten eignet sich Ingwer, Curry oder Muskat gut zum Würzen. Und wer es eher süß mag, der kann auch Honig oder Zimt als Gewürz verwenden!

Reserve für harte Zeiten

Die meisten Kürbissorten, wie der Hokkaido-Kürbis, lassen sich problemlos über mehrere Monate lagern. Dies gilt allerdings nur, wenn der Kürbis keine Risse oder Dellen hat – sonst kann eine lange Lagerung schnell zur schimmligen Angelegenheit werden. Kürbisse mögen es trocken und kühl, der Keller ist also ein geeigneter Ort dafür. Wer sie optimal lagern will, hängt sie in luftige Netze – in so einer gemütlichen Hängematte halten sie auch bis zum nächsten Frühjahr durch!

Klopf, klopf

Um festzustellen, ob ein Kürbis reif ist, hilft Klopfen: Wenn die Schale hart ist und der Kürbis hohl und dumpf klingt, ist der Kürbis reif. Auch ein verholzter Stiel ist ein gutes Indiz dafür, dass der Kürbis nun bereit für die Verarbeitung ist. Wenn er dagegen noch grüne Stellen hat, muss man sich noch etwas gedulden – aber Warten erhöht bekanntlich ja die Vorfreude!

Kraftakt

Bevor man seine Kürbissuppe genießen kann, folgt erst mal der anstrengende Teil: ihn zu zerkleinern. Dabei kann man sich den ganzen Kraftakt auch ganz leicht sparen: Den Kürbis einfach für 20 bis 30 Minuten bei 150 Grad im Backofen garen – danach lässt er sich ganz leicht schneiden! Man kann entweder den ganzen Kürbis in den Backofen legen, oder man halbiert ihn einmal und legt ihn mit den offenen Seiten nach oben aufs Backblech.

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Ich geh mit meiner Laterne…

Der ausgehöhlte Kürbis gilt als Symbol für Halloween – doch woher kommt der Brauch eigentlich? Der Legende nach gab es einen irischen Hufschmied namens Jack. Er überlistete den Teufel, sodass dieser niemals seine Seele holen konnte. Da er aber auch ein feiger Trunkenbold war, wurde ihm nach seinem Tod weder im Himmel noch in der Hölle der Zutritt gewährt. So war er dazu verdammt, für immer zwischen beiden Welten zu wandeln. Da hatte sogar der Teufel Mitleid und schenkte ihm ein Stück glühende Kohle. Dieses steckte Jack in eine ausgehöhlte Rübe und bastelte sich so eine Laterne – so musste er nicht im Dunkeln zwischen den Welten wandern. Die Kürbislaterne wird auch heute noch „Jack O’Lantern“, also „Jack mit der Laterne“, genannt.

Süßes, sonst gibt’s Saures

Der Brauch, dass Kinder sich zu Halloween verkleiden und umherziehen, um nach Süßigkeiten zu fragen, ist ebenfalls aus der irischen Tradition der ausgehöhlten Kürbisse entstanden. Die gruseligen Kürbisfratzen wurden früher am Vorabend von Allerheiligen vor der Haustür aufgestellt, um böse Geister zu vertreiben. Um sie zusätzlich zu besänftigen, wurden auch Süßigkeiten dazugelegt. Die Kinder schlüpfen also in die Rolle der bösen Geister, die ihre Süßigkeiten einfordern. Und dem sollte man nachkommen – ansonsten darf man sich über „nette“ Streiche freuen!

Schaurig-schöne Deko

Wer einen Halloween-Kürbis schnitzen möchte, sollte einen großen und reifen Kürbis wählen. Nachdem dieser gewaschen wurde, schneidet man mit einem scharfen Messer einen Deckel aus. Nun höhlt man den Kürbis vorsichtig mit einem Löffel oder Eisportionierer aus (der Rand sollte ca. 2 cm breit sein). Bevor es ans Schnitzen des Gesichts geht, sollte man dieses am besten mit einem Stift vorzeichnen. Als Schnitzwerkzeug eignet sich ein Teppichmesser. Zum Schluss unbedingt die Innenseite des Kürbisses sowie die Schnittkanten trocken putzen, um schnelles Schimmeln zu vermeiden. Nun einfach ein Teelicht in den Kürbis stellen, den Deckel wieder aufsetzen – und sich an der schaurig-schönen Fratze erfreuen! Draußen an der frischen Luft hält die Kürbislaterne noch länger.

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