HALTBARE TRADITION

Sauerkraut, Käse, Kimchi und Kombucha – all diese Lebensmittel haben eins gemeinsam: Sie sind durch Fermentierung haltbar gemacht. Was es damit auf sich hat, erfahrt ihr hier!
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Fermentieren liegt wieder voll im Trend! Aber was hat es mit diesem Begriff überhaupt auf sich? Fermentieren bedeutet, Lebensmittel in einem bestimmten Gärungsprozess zu verändern und dabei aromatischer, aber auch haltbarer zu machen. Und das funktioniert sogar zu Hause! Aber das ist noch lange nicht alles: Durch den Fermentationsprozess sind die Lebensmittel besonders gut verdaulich, da durch die Fermentation Mikroorganismen aktiviert werden, die positiv auf unsere Darmflora wirken. Fermente sind daher gesunde, schmackhafte, haltbare Lebensmittel.

Eine lange Tradition

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Seit Jahrhunderten schon werden Lebensmittel fermentiert. Der Prozess wird dabei häufig durch Starterkulturen in Gang gesetzt und findet zum Teil, je nach Lebensmittel, unter Luftabschluss statt. Während der Fermentation bauen Enzyme oder Milchsäurebakterien das ursprüngliche Lebensmittel um, reichern es mit Aromastoffen an, wie bei Sojasauce und fermentierten Getränken, oder bauen Gerbstoffe ab, wie bei Tee, Kakao oder Kaffee. Außerdem haben wir die Herstellung von Milchprodukten wie Käse oder Joghurt, aber auch von Tofu oder alkoholischen Getränken Fermentationsvorgängen zu verdanken.

Konservieren durch Einsalzenkonservierte-lebensmittel

Das Einsalzen ist eine vor allem in Europa verbreitete Fermentationsmethode, die sich die natürliche Milchsäuregärung zunutze macht. Die in einer Salzlake haltbar gemachten Lebensmittel, allen voran das beliebte Sauerkraut, waren früher wichtiger Bestandteil der Wintervorräte, die die nötigen Vitamine für die gemüse- und salatarmen Jahreszeiten lieferten. Aber auch jegliches andere Gemüse wie Karotten, Rote Bete, Rüben und Zwiebeln kann fermentiert werden. Dafür braucht es lediglich ein luftdichtes Gefäß, fein gehobeltes Gemüse und Salz. Dazu noch ein kühler Lagerort, etwas Geduld – und voilá! Das Gemüse ist haltbar für den Winter. Und das ganz ohne Konservierungsstoffe.

Lecker & gesund

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Da beim Fermentieren alle Nährstoffe erhalten bleiben und keine Konservierungsstoffe genutzt werden, ist das schon mal der erste Pluspunkt für die Gesundheit. Ein weiterer Pluspunkt sind die aktiven Milchsäurebakterien, die fermentierte Lebensmittel enthalten. Sie sind besonders hilfreich für unsere Darmflora und helfen unserem Verdauungssystem. Außerdem helfen sie zusätzlich noch bei Heißhungerattacken, da durch die vielen gesunden Bakterien in unserem Körper der Appetit auf Weizen und Süßes gehemmt wird.

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