Das Taschentuch

Manche Marken begleiten uns seit unserer Kindheit und sind aus unserem Alltag nicht mehr wegzudenken. Anlass genug, sich einmal näher mit ihnen zu beschäftigen. Heute begeben wir uns auf Zeitreise des bekanntesten Taschentuchs Deutschlands: Tempo.

Tempo-Taschentuch

Ob bei Erkältung, Heuschnupfen oder Liebeskummer: Das Tempo-Taschentuch ist aus unserem Alltag nicht mehr wegzudenken. Oft begleitet es uns schon seit unserer Kindheit und ist ein fester Bestandteil in unseren Handtaschen, Rücksäcken und Jackentaschen. Das Papiertaschentuch hat sich mittlerweile sogar zum Gattungsnamen entwickelt. Denn auch Taschentücher, die nicht von der Marke Tempo stammen, werden umgangssprachlich als „Tempo“ bezeichnet. Aber wie hat es das Taschentuch eigentlich geschafft, die Stofftaschentücher zu verdrängen? Und wie kam es zur Namensgebung? Ein kleiner Überblick über die wichtigsten Stationen des ersten deutschen Papiertaschentuchs:

1929 Der Startschuss
Tempo wird als erstes Papiertaschentuch Deutschlands beim Kaiserlichen Patentamt in Berlin eingetragen. Seinen Namen verdankt das Papiertaschentuch dem Zeitgeist der 20er-Jahre: Bis zur Weltwirtschaftskrise schien alles möglich, das gesellschaftliche Leben pulsierte – es besaß eben einfach Tempo.

1930 Bye-bye, Stofftaschentuch
Das erste Papiertaschentuch Deutschlands setzt sich schnell gegen das Stofftaschentuch durch. Besonders bei den Hausfrauen ist es beliebt, da es Wasch- und Bügelarbeit spart und hygienischer ist. Innerhalb des ersten Jahrzehnts steigt die Produktion um das Zehnfache an: Ende der 30er-Jahre verlassen jährlich 400 Millionen Tempo-Taschentücher die Produktionsstätten in Heroldsberg und Forchheim bei Nürnberg.

1950 Die mit dem Knick
Das verbesserte Verpackungsdesign und die praktische Knickpackung steigern die Beliebtheit des Tempo-Taschentuchs weiter. Auch der Tempo-Schriftzug wird überarbeitet – er ist bis heute fast unverändert. Mehr als eine Milliarde Tempo-Taschentücher werden 1955 produziert!

TempoTaschentuch

1960 Mit einer Hand
1962 überschreitet die Tempo-Taschentuch-Produktion die 4-Milliarden-Grenze. Der 1963 zum Patent angemeldete “Tempo-Griff” macht es möglich, das Tuch auch mit nur einer Hand zu entfalten. Das klassische Tempo-Taschentuch gibt es ab jetzt auch im Sechserpack.

1970 Auf die Faltung kommt es an
1975 wird die Z-Faltung eingeführt, durch die sich das Taschentuch im Handumdrehen entfaltet.1977 werden bereits zehn Milliarden Tempo-Taschentücher an sieben Produktionsstätten produziert. Tempo ist nun in 40 Ländern erhältlich.

1980 Weich, weicher, Tempo
In der neuen Produktionsstätte in Neuss werden täglich mehr als acht Millionen Zehnerpacks Tempo produziert. 1988 kommt ein noch weicheres Tempo-Taschentuch in einer wiederverschließbaren Verpackung auf den Markt.

2002 Es wird farbig
Tempo druckt zum ersten Mal farbige Designs und lustige Motive auf die Taschentücher.

2007 Familienzuwachs
Seit 2007 gehört die Weltmarke Tempo zu SCA Tissue Europe, dem führenden Anbieter von Zellulose- und Papierprodukten in Europa. Der Geschäftsbereich mit Hauptsitz in München ist Teil der schwedischen SCA-Gruppe.

2015
Tempo ist noch immer ein zuverlässiger Begleiter bei persönlichen Momenten, Erkältungen oder Allergien – und das seit 86 Jahren!

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