Cherry, Cherry, Lady!

Ob als süße oder saure Sorte: Kirschen gehören zum Sommer einfach dazu! Was die süßen Früchte mit Rosen oder „Hanami“ zu tun haben, verraten wir euch jetzt!

 Fakten -Kirschen_1

Süß oder sauer?
Seit Ende des 18. Jahrhunderts unterscheidet man zwischen Süß- und Sauerkirschen. Bei den Sauerkirschen unterscheidet man zwischen Weichseln, die dunkel sind und weiches Fleisch haben, und Amarellen, die gelb oder bunt sind. Süßkirschen sind hingegen dunkelrot bis schwarz. Hier unterteilt man noch einmal in Herz- und Knorpelkirschen. Im Supermarkt werden hauptsächlich Knorpelkirschen verkauft: Sie sind besonders knackig und haben festes Fruchtfleisch, weshalb sie sich gut transportieren lassen.

Sommerfrüchtchen
Kirschen sind von Mitte Mai bis Oktober erhältlich. Die deutsche Variante ist aber nur für eine kurze Zeit erhältlich. Man findet sie vor allem im Juni und im Juli im Supermarkt oder auf dem Wochenmarkt. Deutsche Kirschen stammen vorwiegend aus den Anbaugebieten in Baden-Württemberg, Rheinland-Pfalz, Niedersachsen, Bayern, Brandenburg und Sachsen-Anhalt.

Rosige Verwandtschaft
Die Kirsche ist zwar ein klassisches Sommerobst, gehört botanisch gesehen aber zur Familie der Rosengewächse. Was ein Kirschbaum mit einem Rosenstrauch gemeinsam hat, ist seine Blütenpracht: Bis zu einer Million Blüten kann er hervorbringen!

Begehrtes Holz
Kirschbäume werden nicht nur aufgrund ihrer Früchte geschätzt, sondern auch wegen ihres Holzes. Kirschbaumholz gehört nämlich zu den wichtigen Edelhölzern im Möbelbau. Und auch früher schon war Kirschholz aufgrund seiner warmen Rottöne beliebt – vor allem zu Zeiten des Biedermeiers und Jugendstils.

Sortenvielfalt
Wer denkt, Kirsche ist gleich Kirsche, der hat sich getäuscht: Es gibt ungefähr 500 Süß- und 250 Sauerkirscharten! Während Süßkirschen hauptsächlich frisch verzehrt werden, eignen sich Sauerkirschen vor allem zum Einkochen, als Belag für Torten oder als Kuchenzutat. In Mehlspeisen und süßen Aufläufen sind Sauerkirschen ebenso beliebt.

Gesund & nährstoffreich
Kirschen sind nicht nur lecker, sondern auch gesund: Das Obst enthält zahlreiche Mineralstoffe wie Kalium, Kalzium, Magnesium, Phosphor und Eisen. Und auch an Vitaminen mangelt es nicht bei den süßen Früchtchen, denn sie enthalten die Vitamine B1, B2, B6 und Vitamin C.

Kerne wiederverwerten
Wer gern Kirschen nascht, der weiß, dass sich schnell viele Kerne ansammeln. Zum Wegwerfen sind diese aber viel zu schade, denn sie eignen sich wunderbar für ein Kirschkernkissen!

Kirschblütenfest
In Japan werden jedes Frühjahr zahlreiche Kirschblütenfeste veranstaltet, die sogar einen eigenen Namen haben:„Hanami“ heißt die japanische Tradition, die Schönheit der in Blüte stehenden Kirschbäume zu feiern. Auch in Deutschland finden mittlerweile viele Kirschblütenfeste statt – das größte davon in Hamburg.

Geschmack
Bei der Kirsche ist der Name Programm: Süßkirschen schmecken süß, Sauerkirschen sauer. Neben diesen beiden gibt es übrigens noch die Bastardkirsche, eine Kreuzung aus beiden Sorten. Zu den beliebtesten Bastardkirschen zählt die Sorte „Königin Hortense“, die sich durch große, saftige und wohlschmeckende Früchte auszeichnet.

Cocktail-Accessoire
Wer gerne Cocktails trinkt, der hat schon des Öfteren Bekanntschaft mit ihnen gemacht: Cocktailkirschen. Hierbei handelt es sich um gefärbte Kaiserkirschen, die meist kandiert oder mit Aromastoffen wie Bittermandelöl aromatisiert und in Zuckerlösung eingelegt werden. Wer es also richtig süß und zuckrig mag, vernascht Kirschen am liebsten in dieser Variante.

 

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