Bio boomt

Bio-Produkte liegen voll im Trend! Das Besondere: Man kann sie mittlerweile nicht nur in Biomärkten kaufen, sondern auch das Sortiment im Supermarkt wird immer größer. Wir haben uns auf die Spuren des Bio-Trends begeben.

Bio

Blickt man in die Einkaufswagen seiner Mitmenschen, so entdeckt man dort immer häufiger Produkte aus ökologischem Anbau. Vor allem bei jungen Menschen liegt Bio im Trend: Fast jeder Vierte der unter 30-Jährigen kauft häufig Öko-Produkte ein, so die Ergebnisse einer Studie des Bundesverbraucherministeriums. Nachhaltigkeit, artgerechte Tierhaltung und die Ablehnung von chemischem Pflanzenschutz und Agro-Gentechnik gehören zu den häufigsten Gründen für den Kauf von Bio-Produkten.

Bio im Supermarkt
Es gibt aber noch einen weiteren Trend in der Bio-Branche: Während man früher in einen Biomarkt oder auf einen Wochenmarkt gehen musste, um ökologische Produkte zu kaufen, so haben diese heute Einzug in normale Supermärkte und die Discounter gehalten. Denn ob Penny, Aldi, Kaiser’s oder Rewe: Überall findet man mittlerweile Bio-Lebensmittel. Bei Supermärkten wie Kaiser’s erstreckt sich das Angebot an Bio-Produkten heute sogar über mehrere Regale. Ob Eier, Kartoffeln, Obst, Gemüse oder Milch: Alles findet man hier in Bio-Qualität. Dies ist wahrscheinlich auch der Grund, warum Bio-Produkte am häufigsten in Supermärkten erworben werden: 80 % der Befragten kaufen hier Öko-Produkte. Der Discounter kam bei der Befragung auf Platz zwei mit 64 %, und 40 % gaben an, ihre Produkte aus ökologischem Anbau im Biomarkt zu kaufen. Viele Supermärkte und Discounter setzen zudem auf eine eigene Bio-Marke. Bei Lidl ist dies beispielsweise die Marke Biotrend, und Netto hat hierfür die Eigenmarke BioBio ins Leben gerufen.

Bio-1Vegan & Bio
Der Einkauf und der Konsum von Bio-Produkten gehen oft mit einer bewussten und gesunden Ernährung einher. So ernähren sich Konsumenten von Bio-Produkten häufig vegetarisch oder vegan, wobei man hier eingrenzen muss, dass nicht jedes vegetarische oder vegane Lebensmittel automatisch auch Bio-Qualität aufweist. Vegane Bio-Pasta gibt es zum Beispiel von der Marke Slendier. Die verschiedenen vorgekochten Nudelsorten aus dem asiatischen Wurzelgemüse Konjak sind rein pflanzlich und gleichzeitig biologisch. Auch beim Bio-Hersteller Rapunzel ist man richtig beraten, wenn man auf der Suche nach veganen Bio-Produkten ist. Hier findet man Pestos, Brotaufstriche oder Nuss-Nougat-Creme – alles ohne tierische Produkte.

Aufs Siegel kommt es an
Wer übrigens zweifelt, ob die Bio-Produkte im normalen Supermarkt beziehungsweise im Discounter auch wirklich Bio sind, für den ist das staatliche Bio-Siegel ein gutes Indiz. Ist dieses vorhanden, handelt es sich um ein Bio-Produkt, dass die Mindestbedingungen der EG-Verordnung für ökologischen Landbau erfüllt – egal ob es aus dem Discounter stammt oder nicht. Allerdings sind die Bio-Produkte in Supermärkten und im Discounter oft nicht regional. Wer also die regionale Landwirtschaft unterstützen will, der muss seine Einkäufe weiterhin in Biomärkten und Reformhäusern erledigen. Hier findet man zudem Bio-Produkte, die zusätzlich noch das Siegel von Verbänden wie Demeter oder Naturland tragen. Diese gehen noch weiter als die staatlichen Mindestbedingungen und erfüllen zum Beispiel strengere Richtlinien bezüglich der Tierhaltung oder des Einsatzes von Zusatzstoffen.

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